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UNTERNEHMEN DER STADT - Gera Arcaden

 

Heute im Gespräch Guillermo Poveda Fernández, der Centermanager, der Gera Arcaden.
Guillermo kommt ursprünglich aus Spanien, er ist seit 5 Jahren in Deutschland und seit 2 Jahren als Centermanager in Gera tätig.

about Gera: „Hallo Guillermo, eine Frage, die uns zum Start direkt interessiert … wie wird man denn eigentlich Centermanager?“

G. Poveda Fernández: „Hallo :). Ich habe in Spanien Tourismus studiert, hatte ein Auslandssemester in Österreich und habe dann meinen Master in Marketing gemacht. Meine ersten Erfahrungen habe ich in der Shoppingcenter-Branche in Spanien gemacht, bin dann nach Deutschland gekommen und habe bei Unibail-Rodamco angefangen, dem Betreiber der Gera Arcaden und gleichzeitig der größte Shoppingcenterbetreiber in Europa.“

about Gera: „Und da sind Sie direkt nach Gera gekommen?“

G. Poveda Fernández: „Nein ich habe erst in einem Center in Mönchengladbach gearbeitet und nach einigen Monaten dann den Auftrag bekommen die Arcaden in Gera zu übernehmen. Ich sagte, klar mach ich, auch wenn ich Gera zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht kannte.
Ich reise schon seit meiner Kindheit sehr viel und gern, aber Gera musste ich für mich erst mal entdecken. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war sehr positiv überrascht. Die Städte, die man gerade im Osten Deutschlands finden kann, sind wirklich wunderschön. Gera hat zum Beispiel eine sehr schöne Fußgängerzone, in Frankfurt zum Beispiel wurde viel im 2. Weltkrieg zerstört, auf der Sorge ist noch viel erhalten, sehr schick und alt, finde ich sehr cool. Auch andere Städte im Osten, Leipzig zum Beispiel sind sehr schön. Es gibt da sehr viel zu entdecken.“

about Gera: „Wohnen Sie in Gera?“

G. Poveda Fernández: „Ich wohne in Gera und in Leipzig, unter der Woche bin ich in Gera und am Wochenende in Leipzig. Die Verbindung ist super, es ist nur eine Stunde fahrt, für mich optimal. In Leipzig bin ich aus privaten Gründen.“

about Gera: „Sie kennen ja beide Städte, was unterscheidet Leipzig von Gera?“

G. Poveda Fernández: „Leipzig ist größer, hat eine große Uni, dadurch ist viel in Bewegung, es kommen sehr viele Leute, ich denke, das ist ein wichtiger Unterschied. Wenn Gera noch mehr Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge schafft, kommen oder bleiben auch mehr junge Leute hier, dann gäbe es kaum noch Unterschiede.“

about Gera: „Da entwickelt sich in Gera ja mittlerweile auch einiges, das ist sicher nur eine Frage der Zeit. Die Arcaden sind ja auch ein wichtiger Arbeitgeber hier in Gera. Wie viele Menschen arbeiten eigentlich hier?“

G. Poveda Fernández: „Die Arcaden sind nach dem Krankenhaus und der Stadtverwaltung der drittgrößte Arbeitgeber in Gera. Hier arbeiten circa 700 Menschen. Die brauchen wir hier auch. Im
Durchschnitt haben wir 22-25.000 Besucher am Tag. Natürlich ist am Wochenende etwas mehr los, aber kurioserweise haben wir auch montags sehr viele Besucher, was ungewöhnlich für ein Shoppingcenter ist.
Wir sind das bedeutendste Shoppingcenter in der Umgebung, nicht nur in Gera. Wenn man eine halbe Stunde Fahrtzeit annimmt, gibt es keine bessere Alternative. Unsere Kunden kommen zum Beispiel aus Jena, Zeitz und Zwickau. Die Leute in Zeitz fragen sich ja auch, fahre ich nach Leipzig oder nach Gera? Ganz ehrlich in Gera finden Sie genauso einen H&M, Parfuemerie Douglas Gera, MEDIMAX Gera und auch sonst die gleichen Marken, die Sie in Leipzig finden. Wenn man einen Umkreis von 30 Minuten Fahrt betrachtet sind wir die beste Wahl, da steht Gera in der Umgebung konkurrenzlos da.“

about Gera: „Hat Gera den das Potenzial eine Stadt zu sein, die auch in Zukunft aus größeren Gebieten angefahren wird, weil man hier gut shoppen kann, oder müsste da hier noch mehr passieren?“

G. Poveda Fernández: „Wir arbeiten auf jeden Fall hart daran und versuchen neue Marken nach Gera zu bringen. In naher Zukunft kommen zum Beispiel VERO MODA und JACK & JONES oder auch
ONLY für Frauen. Am Montag, dem 12.2 eröffnet ein neuer Italiener, Veccio bei uns. Zusammen mit neuen Angeboten versuchen wir auch die Arcaden attraktiver für junge Menschen und Familien zu gestalten. Wir möchten zum Beispiel Eltern, die Möglichkeit bieten in Ruhe shoppen zu können. Da bieten wir schon sehr viel und mehr wird definitiv kommen, um auch Gera als Shoppingziel immer attraktiver zu machen.

about Gera: „Allgemein ein Statement zu Gera, was ist das größte Problem neben dem Image oder welche Probleme sehen Sie noch? Was ist Ihr Resümee nach 2 Jahren?“

G. Poveda Fernández: „Ich denke Gera sollte im Bereich Marketing noch ein wenig aufholen. Man muss sich fragen, wie wollen wir uns nach außen präsentieren. Man macht eine Liste, was ist alles positiv, das Negative kennen wir ja schon, nehmen uns die besten 3 Punkte heraus und schauen uns an, wie wir das kommunizieren. Das ist zuerst die megaschöne Fußgängerzone, die man in der Form nicht überall finden kann, dann eine sehr gute Infrastruktur. Ich denke, in der Vergangenheit wurden sowohl in Gera als auch in den Arcaden Fehler gemacht, aber wir lassen die Vergangenheit ruhen, nehmen unsere gesammelten Erfahrungen und schauen was wir besser machen können. Wie sieht die Sache aktuell aus? Was können wir tun? Die Vergangenheit ist vorbei, wir leben heute und sollten in die Zukunft schauen.“

about Gera: „Die Arcaden veranstalten ja auch Arcaden Tanzt, welche weiteren Events können wir dieses Jahr von Euch erwarten?“

G. Poveda Fernández: „Im Grunde soll es jeden Monat ein Event geben. Aber es wird da speziell 2 Highlights neben „Arcaden tanzt“ geben. Zum einen ist eine große Aktion für Kinder geplant, „Kleine Baumeister ganz groß“, bei der es verschiedene Aufgaben geben wird, bei denen die Kinder auch viel
lernen können. Dann feiern wir dieses Jahr auch, dass die Arcaden 20 Jahre jung werden. Da haben wir einiges geplant, also lasst Euch überraschen.“

about Gera: „Können Sie uns zum Abschluss noch ein Statement geben, wie Ihnen Gera in den letzten 2 Jahren begegnet ist?“

G. Poveda Fernández: „Positiv aufgefallen ist mir, dass die Leute sehr freundlich sind, auch zu Neuankömmlingen wie mir ;). Ich habe auch schon in Bayern gelebt, in Gera kommen mir die Leute etwas fröhlicher vor. Die Leute fragen mich auch häufig, was macht denn ein Spanier in Gera? Und ich denke mir dann immer warum nicht? Ich habe in Spanien gelebt, in England, in Österreich und jetzt in Deutschland. Wohnte in Hannover, München, Düsseldorf, abgesehen von Berlin eigentlich in allen großen Städten. Dann kommt die Frage, warum Gera? Ich finde die Frage kurios, ich bin gern hier.“