Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

UNTERNEHMEN DER STADT - S-Design

 

Heute im Gespräch: Danny Schädlich von S-Design Folien Airride Felgen in der Reichsstraße.

about Gera: „Hallo Danny. Schön das du Zeit für uns gefunden hast. Direkt zum Einstieg, bist du in Gera geboren?“

Danny: „Nein, ich wurde in Schlema geboren und lebe seit 1982 in Gera.“

about Gera: „Was hat dich dazu bewogen hierzubleiben?“

Danny: „Meine Eltern stammen ursprünglich aus dem Erzgebirge und sind nach Gera gezogen als ich 3 Jahre alt war. Mein Vater kam wegen der Wismut her. Das war der Hauptgrund weswegen wir nach Gera gezogen sind, nach Lusan, um genau zu sein. Meine Eltern leben noch heute in Lusan – dort habe ich auch meine gesamte Kindheit verbracht. Alles was wir haben, hatten wir uns selbst erarbeitet. Mit 18 bin ich in meine erste eigene Wohnung gezogen, das war im Reuß-Park. Gelernt habe ich Maler und Lackierer, war danach als Angestellter tätig. Seit 2003 bin ich selbstständig.“

about Gera: „Warst du nach der Lehre noch als Maler tätig?“

Danny: „Ja, etwa ein halbes Jahr noch. Zu dieser Zeit hatte ich schon hier und da mit Stefan Sander, dem Besitzer der Esso-Station in Gera zusammen gearbeitet. Das Thema „Automobil“ war schon immer eine Leidenschaft von mir und beschäftigt mich schon seit ich meinem achten Lebensjahr. Später habe ich begonnen am eigenen Auto einiges zu machen, dabei habe ich Stefan kennengelernt – der mich dann gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte bei ihm anzufangen. So bin ich dann zu ihm in die Werkstatt gekommen und hatte dann die Chance, den Reifendienst zu übernehmen.“

about Gera: „Nach all den Jahren die du jetzt schon in Gera wohnst und arbeitest, wie siehst du die aktuelle Entwicklung unserer Stadt?“

Danny: „Ich habe da eine ganz klare Meinung – die Entwicklung der Stadt liegt meiner Meinung nach in den Händen der Unternehmer. Diejenigen die bereit sind hier zu investieren, das Risiko auf sich zu nehmen, um Arbeitsplätze zu schaffen, das sind in meinen Augen die wahren Helden. Was die Stadt selbst anbetrifft, egal ob Stadtverwaltung oder der neue Oberbürgermeister, sehe ich die Verantwortung vor allem im Bereich Bildung. Kindergärten, Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten das sind die wichtigsten Verantwortungen der Stadt. Ich habe selbst eine kleine Tochter und möchte nicht, dass sie später einmal die Stadt verlässt, weil es hier für sie keine Perspektiven gibt. Für meinen Teil wünsche ich mir natürlich, dass die jungen Leute hierbleiben.
Wenn man mich fragt, was die Stadt für uns als Unternehmer tun kann, würde ich sagen: Unterstützung bei den Behördengängen. Genehmigungen und Anträge sollten schnell und ohne große Verzögerungen bearbeitet werden. Wer bereit ist in Gera zu investieren, für den muss die Bahn frei sein. Denn investitionsfreudige Unternehmen sind eine Bereicherung für unsere Stadt. Ich selbst bin Dienstleister, würde mir aber wünschen, dass hier noch mehr Unternehmen aus dem Bereich der Produktion herkommen. Die Firma Stahlo , die sich jetzt an der Autobahn angesiedelt hat, schafft dort eine Menge neuer Arbeitsplätze – das ist toll. Das Risiko tragen wir Unternehmer immer selbst, mich mit eingeschlossen, aber ich glaube einfach fest an das Potenzial das unsere Stadt hat. Egal ob Schuhladen, Gastronomie oder ein Waschpark – wer ein gutes Konzept hat und dieses auch konsequent umsetzt, der wird hier auch Erfolg haben – davon bin ich zu 100 % überzeugt. Dabei sollte nicht das Geld im Vordergrund stehen, sondern Qualität und Leidenschaft sind für mich das Entscheidende. Der Rest kommt dann von ganz allein. Wer keinen Spaß an dem hat, was er tut, der wird auch nicht erfolgreich sein.“

about Gera: „Klares Statement. Was würdest du jemanden empfehlen, der neu nach Gera kommt, damit er sich hier wohlfühlt? Sagen wir zum Beispiel ein Student.“

Danny: „Um unsere Stadt für Studenten grundsätzlich interessanter zu machen, sollte natürlich für diese Altersgruppe mehr geboten werden. Da muss noch mehr getan werden. Ein sehr interessantes Projekt wäre in diesem Kontext dem Steinweg wieder Leben einzuhauchen. Mit kleinen Geschäften, Bars und Restaurants links und rechts, wo man im Sommer auch mal draußen sitzen kann. Das muss ja nicht mit riesigem finanziellem Aufwand verwirklicht werden. Alles was es braucht, sind ein paar Menschen mit der Leidenschaft ein solches Projekt umzusetzen. Ich bin mir sicher, dass dort viele Menschen abends gern auf ein Bier einkehren würden. Es sollte gemütlich sein, und einige Lokalitäten auf kompaktem Raum bieten, so etwas haben wir in Gera noch nicht.
Der Buga-Park ist ein toller Ort zur Erholung, hier sollte aber noch mehr an sportlichen Aktivitäten angeboten werden. In diesem Zusammenhang fällt mir noch ein, dass der Radsport in Gera mehr gefördert werden sollte – wir sind seit jeher eine Stadt des Radsports. Insbesondere im Nachwuchsbereich. Auch wenn schon einiges passiert ist, kann man hier noch mehr tun. Eine neue Radrennbahn ist schon länger geplant, passiert ist aber noch nichts. Obwohl der Platz für eine solche Anlage vorhanden ist.“

about Gera: „Gute Ideen. Hast du ein abschließendes Statement für die Geraer Bürger? Gibt es vielleicht etwas, das du Ihnen gern ans Herz legen möchtest? Gerade im Hinblick auf die negativen Stimmen, die man leider immer wieder über unsere Stadt hört?“

Danny: „Es wird immer Dinge geben, über die man sich hier in der Stadt beklagen kann, aber Klage allein nützt nichts. Wer sich beklagt, der sollte auch Vorschläge zur Veränderung mitbringen – oder besser noch, die Dinge selbst in die Hand nehmen. Jeder der den Willen hat, besitzt auch die Möglichkeit etwas zu verändern. Nur leider lassen sich viele hier von negativen Meinungsmachern in der Stadt anstecken, was die Sache aber nicht besser macht. Ich für meinen Teil blende diese negativen Töne lieber aus, da ich ohnehin nicht gewillt bin mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten. Veränderung kann jeder bewirken, ob Angestellter oder Unternehmer. Veränderung braucht den Willen Dinge zu versuchen, egal ob eine Idee von einem Mitarbeiter stammt oder man eigene Ideen umsetzen möchte. Gerade für die Angestellten ist es eine tolle Sache, wenn Ihre Ideen das eigene Unternehmen voranbringen. Allgemein gesprochen sollten die Menschen mehr positives Feedback von anderen erfahren. Auch die kleinen Dinge, die dennoch eine gute Leistung waren, sollten gelobt werden. Fehlendes positives Feedback zieht die Leute nur herunter, und dann werden eben diese negativen Stimmen laut.
Wer hier einen Job sucht, der findet auch einen. Ich habe immer eine hohe Nachfrage, wenn ich eine Stelle ausschreibe, dass Interesse an der Automobilbranche ist zum Glück nach wie vor hoch. Wer den Willen mitbringt, der bekommt bei mir im Unternehmen auch seine Chance, unabhängig von seiner schulischen Ausbildung oder seinen Vorkenntnissen. Wenn es menschlich passt und die Einstellung stimmt, dann ist man bei mir an der richtigen Stelle. Wer aber nur negativ eingestellt ist, entwickelt sich auch nicht weiter. So eine Einstellung kommt bei Unternehmern eben nicht gut an. Nur wer den Ehrgeiz und den Willen besitzt, kann auch mit einer eventuellen Selbstständigkeit erfolgreich sein, also ist auch hier die richtige Einstellung eine Grundvoraussetzung. Gera ist für mich eine wunderschöne Stadt, die viel zu bieten hat. Für mich gab es nie einen Grund die Stadt zu verlassen. Ich habe mir hier über die Jahre alles selbst aufgebaut. Und auch jetzt, sind meine Frau und ich bereit mit einem neuen Projekt noch einmal alles auf eine Karte zu setzen. Einfach weil die Leidenschaft und das Potenzial vorhanden ist. Es ist eine gute Zeit für die Anschaffung von Neufahrzeugen, die natürlich auch gepflegt werden wollen. Und hier werde ich mit Leidenschaft ein gutes Angebot schaffen, das es bisher einfach nicht gibt. Ich möchte einfach eine gute Unternehmensumgebung schaffen, in der sich alle vom Mitarbeiter bis hin zum Kunden wohlfühlen und mich auch direkt ansprechen können. Nur so entstehen treue Mitarbeiter und auch treue Kunden. Dafür mache ich mir auch gern mal die Hände schmutzig.“